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KatzenBearbeiten

  • Tropfenstern
  • Luchsstern
  • Schneeblüte
  • Rotkralle
  • Kleeblatt

PrologBearbeiten

Sternenlicht fiel glänzend auf einen Teich. Farn umgab den schimmernden See und eine Klippe ragte über ihm empor. Die Steine, die rings um das Wasser lagen, waren moosbedeckt und der Mondschein hüllte sie in helles Silber. Ein Rascheln ertönte, eine dunkelgraue Kätzin sprang mit ihren langen Beinen aus den Farnwedeln und schüttelte sich den Tau aus dem Fell. „SternenClan, versammelt euch!“, rief sie und rannte die Klippe hinauf. Dutzende von Katzen folgten ihr und setzten sich um sie herum auf die Steine. „Die Sterne haben gesprochen“, verkündete die Kätzin. „Aber sie haben ein Unheil vorhergesehen, das uns alle vernichten könnte.“ Ein hellbrauner Kater erhob sich aus der Menge und schritt durch die Katzen. Dann ließ er sich neben der Dunkelgrauen nieder. „Bist du dir sicher, Tropfenstern?“, fragte er vorsichtig und besorgt. „Ich habe nichts derartiges gehört oder gesehen.“ „Aber Tropfenstern hat Recht, Luchsstern.“ Es war die Stimme einer weißen, schlanken Kätzin, die Regensterns Drohung bestätigte. Alle drehten überrascht den Kopf um, als sie ihre Aussage machte. „Und woher weißt du das, Schneeblüte?“, rief ein schwarzer Kater spotterfüllt. Er schien das der Kätzin nicht glauben zu wollen. Schneeblüte musterte ihn mit einem verächtlichen Blick, der sagen wollte: Was weißt du schon, du bist nicht mehr wert als eine Maus. „Ich bin eine Heilerin und außerdem hast du hier nichts zu sagen, Rotkralle“, knurrte sie und Rotkralle zog demütig die Ohren ein, aber sein orangefarbener Blick aus seinen schmalen Augen war immer noch wütend auf Schneeblüte gerichtet, folgte ihr, als die Kätzin sich ebenfalls auf die Klippe begab. „Katzen des SternenClans, hört mich an“, rief sie zu den anderen herab. „Die Prophezeiung schickt den Clans eine Bedrohung. Deshalb müssen wir eine Katze mit Ehrgeiz, Mut, Treue und Ehrlichkeit auserwählen, die dieses Unheil aufhalten soll.“ „Ich kenne keine Katze, die all das besitzt“, murrte Luchsstern und seine Pinselohren zuckten nervös. „Tropfenstern, was meinst du?“ Tropfenstern drehte sich zum hellbraunen Kater um und ihre grauen Augen glänzten blitzten aufgeregt auf. „Nun, ich habe da schon gewisse Vorstellungen“, miaute sie. In ihrem Ton lag ein Anflug von List, aber auch von hoffnungsvoller Verträumtheit. Dann sprang sie geschmeidig zum See und blickte den restlichen SternenClan an. „Seht in den Sternenteich und erblickt den Auserwählten.“ Der Teich kräuselte sich, als Tropfenstern ihn mit einer Pfote berührte. Zuerst erschien eine undeutliche, dunkle Silhouette auf dem Wasser, doch dann bekam die Figur Farbe. Ein goldbrauner, hell gescheckter junger Kater mit klaren, aufgeweckten dunkelgrünen Augen blickte in die Reihen des SternenClans. Als Luchsstern seine Tatze auf den See setzte, spülten kleine Wellen das Abbild des Erwählten weg und der Teich war wieder so glatt wie am Anfang. „Aber das ist ja noch ein Junges!“ Wieder hob Rotkralle seine durchdringende Stimme und Schneeblüte konnte einen Kriegsschrei nicht unterdrücken. „Sei still, es ist nicht deine Diskussion, also halt gefälligst dein vorlautes Maul, du vergammelter Haufen Fuchsdung!“ Diesmal hatte sie tatsächlich die Kontrolle verloren. Die Augen der ehemaligen Heilerin waren wütend geweitet und sie bleckte ihre Zähne. „Wie kannst du es wagen, einer Heilerin und zwei Anführern zu widersprechen und ihre Entscheidungen infrage zu stellen, du respektloses Häufchen Fell?“, fuhr sie gereizt fort. Luchsstern versuchte, Schneeblüte zu beruhigen, aber sie riss sich los. Vor Wut kochend setzte sie zum Sprung an, doch Tropfenstern warf sie um. „Beruhige dich, Schneeblüte“, miaute die graue Kätzin. „Dies ist nicht der richtige Ort und erst recht nicht die richtige Zeit, um zu streiten. Außerdem ist Rotkralle es nicht würdig. Auch ich finde sein Verhalten nicht in Ordnung, aber das ist kein Grund für dich, ihn anzugreifen! Du bist eine Heilerin, kein Tyrann! Bewahre dein Gesicht und deinen Stolz!“ „Ja, Tropfenstern, es tut mir leid“, murmelte die weiße Kätzin mit gesenktem Kopf. „Was denkst du über meine Wahl, Luchsstern?“, wollte die ehemalige Anführerin wissen. Luchsstern runzelte die Stirn. „Ich kann noch nichts darüber sagen“, meinte er. „Freue dich erst, wenn die Maus gefangen ist, wie wir sagen. Es ist noch ein Junges.“ Tropfenstern nickte, dann sprang sie auf die höchste Stelle der Klippe. „SternenClan, was haltet ihr von meiner Wahl? Seid ihr mit der Wahl zufrieden?“ Zuerst erhob sich unsicheres Murmeln, aber dann waren die Zustimmungsrufe deutlich zu hören. „Was den Auserwählten betrifft…“, miaute eine kleine, aber bildhübsche braun gefleckte Kätzin vorsichtig und kaum hörbar wegen der Katzengespräche. „Was willst du uns sagen, Kleeblatt?“ Tropfenstern drehte sich zu der Kätzin und schaute sie fragend an. „Ihr wisst, dass ich zu meinen Lebzeiten auch Heilerin war“, stotterte Kleeblatt ängstlich. Sie fühlte sich nicht gut inmitten der Katzenmasse. „Gestern habe ich eine Vision bekommen. Über den Wald ist ein riesiger Schatten geflogen, pechschwarz wie die Nacht und dicht wie das Fell eines Dachses. Die Dunkelheit verschluckte alles, was ihr in den Weg kam. Doch plötzlich erschien ein goldenes Licht mitten in der Finsternis und zerstörte sie. Dieses Licht hatte die Form einer Jungkatze.“ Kleeblatt senkte den Kopf, als hätte sie etwas verraten, das mehr Bedeutung hatte, als alle anderen annahmen. „Das trifft auf Auserwählten zu“, bemerkte Luchsstern. „Wegen der Fellfarbe!“ Seine Augen weiteten sich aufgeregt. Alle blickten hinauf zum hellbraunen Anführer. „Dann ist es beschlossen“, miaute Tropfenstern, die den Kopf hoch zum Himmel gehoben hatte. „Die goldene Katze wird das Unheil vertreiben und die Clans retten.“

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